Peirce: die kognitive Richtung der Semiotik
 

 

Man braucht nur einen Blick auf das Handbuch der Semiotik von Winfried Nöth zu werfen, um festzustellen, dass Charles Sanders Peirce (1839-1914) - ein  Universalgenie, das mit Beiträgen zu vielen Disziplinen (etwa: Chemie, Mathematik, Geodäsie, Astronomie, Philosophie, Logik, Epistemologie, Kriminologie, Religionswissenschaft, Sprachgeschichte, Ägyptologie, Philologie, Historiographie) hervorgetreten ist - als der eigentliche Begründer der neueren Allgemeinen Semiotik (Nöth [2000: 59]) gilt, und seine Theorien auf die unterschiedlichsten kulturellen Gebiete mit Gewinn angewandt wurden bzw. anwendbar sind. 

 

   Zuerst wollen wir einige Aspekte der Kulturphilosophie berücksichtigen.

 

Kultur wird also, gleichsam von Augenblick zu Augenblick, gemacht. […] Entscheidend und spezifisch kulturell ist die dabei eingenommene Perspektive, ist die Betrachtung von Tatsachen (faits) als Kulturtatsachen (faits culturels), wobei als Faustformel gilt: Kulturtatsachen haben Bedeutung, Tatsachen, für sich genommen, haben keine. (Konersmann [2003: 9])

 

   Das Zeichenhafte stellt die grundlegende, unersetzbare, perspektivische Bedingung der Bedeutung dar: Tatsachen erlangen Bedeutung und werden somit zu Kulturtatsachen, wenn sie als Zeichen d.h. als zeichenhafte, semiosische Phänomene betrachtet, interpretiert werden – und als Zeichen eine Wirkung ausüben.

 

   Betrachten wir folgende nach Konersmann feste Punkte der Kulturphilosophie:

 

 > Die Kultur stellt "kein Absolutes, keine Totalität“ dar, sie ist als "Ergebnis einer fortwährenden Auseinandersetzung zwischen Ich und Welt“ zu verstehen (Konersmann [2003: 108]);

> Bedeutung ist als "Potenz“ zu verstehen, als Bedeutungszusammenhänge, "die stets kontingent sind“, die "im Werk [d.h. im Zeichen oder in einem Komplex von Zeichen] eine gewisse, wenn auch immer nur vorläufige Konsistenz [erhalten]“ (ivi: 112), also: Bedeutung ist als Bedeutsamkeit, als Stufen der Bedeutsamkeit (ivi: 112, 116) zu verstehen, so daß "das fait culturel, indem wir es interpretieren, stets zur Manifestation von etwas Neuem wird“ (ivi:119);

> Basilar ist jene "Form der Wahrnehmung, die die Relationalität zwischen Betrachter und Gegenstand immer schon mitbedenkt“ (ivi: 117); die Kulturphilosophie ist praktisch bestimmt, d.h. "Der Gegenstand ist bedeutsam in dem maße und nur in dem maße, wie er dem Betrachter im Horizont kultureller Voraussetzungen auffällig wird“ (ivi); dabei spielt also die Perspektive die entscheidende Rolle;

> "Statt – hermeneutisch – der Bedeutung als der höchsten Qualität der Gegenstände nachzuforschen, die sich in die Verborgenheit zurückgezogen hat, untersucht er [Ernst Cassirer] – funktionalistisch – die Herkunft und Struktur von Bedeutungen, deren Genese sich beschreiben läßt. Die Umstellung von der einen Bedeutung auf die vielen, aufeinander beziehbaren und einander ablösenden, zuweilen auch einander ausschließenden Bedeutsamkeit, mit einem Wort: auf das Leben der Bedeutung, ist durchaus symptomatisch“ (ivi: 115-116), Peirce würde sagen: Es geht um die Umstellung von der einen Bedeutung auf die unendliche Semiose;

> "Die Kategorie der Möglichkeit [...] ist der Schlüssel zum Verständnis der kulturellen Produktion, aber auch der Rezeption und der Deutung“ (ivi: 120); die Möglichkeit stellt für Peirce die grundlegende Kategorie des Erkenntnisprozesses dar, die Erstheit;

 

> Schließlich:

 

[Kultur] macht nicht nur Umwege, sie ist der Umweg. Tatsächlich ist dies die Kurzformel, die sich sowohl aus der Entäußerung in den faits cultureles, als auch aus dem metaphorischen Charakter und der Verweisungsfunktion kultureller Ausdruckswelten ergibt: Kultur ist ein Umwegphänomen. (ivi: 129)

 

Der ganze Sinn der "Pflege“, welche die cultura der menschlichen Welt angedeihen läßt, liegt darin, die Wirklichkeit immer schon im Horizont ihrer Gestaltbarkeit zu zeigen und Kriterien für die Angemessenheit dieser Praxis bereitzustellen, die eine Praxis der Anbahnung, der Sicherung und des Beschreibens von Umwegen ist. Diesseits des Dilemmas, zwischen der Sorglosigkeit des Irrwegs, der nirgendwohin führt, und der Effizienz des geraden Wegs entscheiden zu müssen, der sich als exklusiv präsentiert und Alternativen vorgreifend ausschließt, ist der Umweg die Überlebenschance des unangepaßten und zukunftsblinden Wesens, als das der Mensch in seinen Werken vor sich selbst hintritt. (ivi: 132-133)

 

 

   Alle Punkte, die ich erwähnt habe, finden in dem Zeichenmodell von Peirce, in seiner Erkenntnistheorie, in der pragmatischen (oder pragmatizistischen) Dimension seiner Philosophie eine glänzende Bestätigung und die Basis für weiteres Nachdenken, für weitere Forschung.

 

 

Ich bin, soweit mir bekannt, ein Pionier oder vielmehr ein Waldläufer in dem Unternehmen des Aufklärens und Erschließens dessen, was ich Semiotik nenne, d.h. der Lehre von der wesentlichen Natur und den grundlegenden Arten der möglichen Semiose. Und ich stelle fest, dass für einen Neuankömmling das Gebiet zu ausgedehnt ist, dass zuviel Arbeit zu tun ist. (Peirce [1993: 259])

 

   Für Peirce ist also die Erforschung der Semiotik offen, ein Punkt erscheint aber sehr deutlich: mehr als die Lehre der Zeichen ist die Semiotik die Lehre der Semiose. Darüber hinaus besteht für Peirce (sowie für das griechische Denken und für John Locke) ein untrennbarer Zusammenhang zwischen Semiose und Erkenntnis.

   Eco [1990/1992: 427] bemerkt:

 

Peirce' Semiotik beruht auf einem fundamentalen Prinzip: "Ein Zeichen ist etwas, durch dessen Kenntnis wir mehr erfahren“ (CP: 8.332 (1) ).

  Dieser Zusammenhang darf insbesondere dann auf keinen Fall vergessen werden, wenn der ungewöhnlich umfassende Zeichenbegriff von Peirce betrachtet wird:

[...] wobei wir unter dem Begriff "Zeichen“ jedes Bild, Diagramm, jeden natürlichen Aufschrei, deutenden Finger, jedes Augenzwinkern, jeden Taschentuchknoten, jede Erinnerung, jeden Traum, jede Phantasie, jeden Begriff, Hinweis, jedes Äußerungsereignis, Symptom, jeden Buchstaben, jede Zahl, jedes Wort, jeden Satz, jedes Kapitel, Buch, jede Bibliothek, und kurzum alles verstehen, ob nun in der physischen Welt oder der Welt der Gedanken, und ob es nun eine Art von Idee verkörpert (und gestatten wir uns, unter diesem Begriff durchgängig auch Absichten und Empfindungen zu fassen), oder ob es mit irgendeinem wirklichen Objekt verbunden ist oder ob es sich aufgrund einer allgemeinen Regel auf zukünftigen Ereignisse bezieht, was etwas anderes veranlaßt, nämlich sein interpretierendes Zeichen, durch eine korrespondierende Relation zu derselben Idee, demselben wirklichen Objekt oder Gesetz bestimmt zu sein. (Peirce [1990: 239])

All das, was Peirce erwähnt, kann Zeichen sein oder auch nicht. Abgesehen von der Beobachtungsgabe des Betrachters (man denke an Sherlock Holmes, an Inspektor Colombo, an William von Baskerville), hängt es mit kognitiven und pragmatischen Faktoren zusammen.

   In Opera aperta (Eco [1962]) beschäftigt sich Eco mit der Unterscheidung zwischen Bedeutung und Information einer Botschaft. Eine Botschaft kann eine extrem klare Bedeutung haben, die durch höchste Kommunikabilität gekennzeichnet ist, und gleichzeitig nichts zu dem hinzufügen, das man schon kennt. Eine Botschaft wie "Jeden Frühling sprießen die Blumen" ist von genau dieser Art; sie enthält keinerlei Information.

   Wenn wir also im Frühling bei einem Spaziergang im Wald Blumen sehen, nehmen wir sie nicht als Zeichen wahr, und zwar nicht deswegen, weil die Blumen 'nicht-Zeichen' sind (sie sind doch ein Zeichen für den Frühling, 'nicht-Zeichen' gibt es nicht!), sondern weil wir daran gewöhnt sind, weil wir wissen, dass jeden Frühling die Blumen sprießen (und dies ist für uns normal, natürlich), weil also die Blume unter diesen Umständen keine Information mitteilen. Die Implikationen in der Kultursemiotik, insbesondere was die interkulturelle Kommunikation und die Ideologiekritik betrifft, sind von großer Bedeutung.

   Was genau versteht Peirce unter "Semiose“?

 

[...] unter 'Semiose' verstehe ich [...] eine Wirkung oder einen Einfluß, der in dem Zusammenwirken dreier Gegenstände, wie ein Zeichen, sein Objekt und sein Interpretant, besteht [...]." (Peirce [1993: 255]).

 

   Es zeichnet sich ein triadisches Modell ab, das auf einer Erkenntnistheorie - der Theorie der drei Kategorien - basiert.  

 

   Elisabeth Walther [1979: 47] bemerkt:

 

Peirce untersuchte als ein großer Kenner und Bewunderer von Kant neben dessen Kategorien auch dessen verschiedene 'Urteile' und bemerkte, daß trotz der Verschiedenheiten die Grundform aller Urteile in der Verbindung von 'Subjekt-Kopula-Prädikat', die den Zusammenhang von 'Gegenstand - Relation - Eigenschaft'  wiedergibt, stets festgehalten wird. Die Glieder des Urteils bzw. Satzes sind dann 1. als einstellig (Prädikat), 2. als zweistellig (Subjekt) und 3. als dreistellig (Kopula) aufzufassen. Man kann daher nach Peirce auch sagen, daß ein 'Erstes' (die Eigenschaft) gegeben bzw. schon bekannt sein muß, um ein 'Zweites' (den Gegenstand) zu bestimmen, und daß man durch ein 'Drittes' (die Kopula) Eigenschaft und Gegenstand verbindet.

 

   Betrachten wir den Satz: Mario ist ein Mensch. Wir merken in diesem Satz drei Elemente: Mario, ist, Mensch. MARIO ist der Referent, die Realität, das Ding an Sich, das 'Erkenntnisobjekt’. MENSCH ist eine Eigenschaft (ein Aspekt) wie z.B. 'Mann' oder 'sympathisch'. IST ist das Element, das die Eigenschaft MENSCH dem Objekt MARIO zuschreibt, sodass Mario aus dieser Perspektive erkannt wird, dass er ein Mensch ist, und nicht z.B. dass er ein Mann ist, oder dass er sympathisch ist.

   In seinem Zeichenmodell übernimmt Peirce die drei Elemente: Das Ding an sich (der Gegenstand, der Referent, die Realität) stellt die Kategorie der Zweitheit dar; die mögliche Eigenschaft die Kategorie der Erstheit  (Möglichkeit: dies ist sehr wichtig, dabei geht es für Peirce vor allem um einen möglichen kulturellen Aspekt der Wirklichkeit); die Zuschreibung der Eigenschaft zum Gegenstand stellt die Kategorie der Drittheit dar. Die Drittheit erfasst die Relation zwischen Erstheit und Zweitheit und realisiert somit die Erkenntnis des Gegenstandes aus einer bestimmten Perspektive.

 

Erst wenn ein ‚Ausdrucksmittel’ (Erstheit) ein Objekt (Zweitheit) repräsentiert und von jemandem interpretiert wird und damit Bedeutung erlangt (Drittheit), handelt es sich um ein vollständiges Zeichen. (Walther [1983: 61])

 

   Wir können jetzt eine der wichtigsten Zeichendefinitionen von Peirce betrachten:

 

Ein Zeichen oder Representamen [Deutsch: Repräsentamen] ist etwas, das für jemanden in irgendeiner Hinsicht oder aufgrund irgendeiner Fähigkeit [in some respect or capacity] für etwas steht. Es richtet sich an jemanden, d. h., es erzeugt im Bewußtsein jener Person ein gleichartiges oder vielleicht ein weiter entwickeltes Zeichen. Das Zeichen, welches es erzeugt, nenne ich den Interpretanten des ersten Zeichens. Dieses Zeichen steht für etwas, sein Objekt. Es steht für jenes Objekt nicht in jeder Hinsicht, sondern in Bezug auf eine Art von Idee, die ich bislang den Ground des Representamen genannt habe. (CP: 2.228)

 

   Ein Representamen/Sign ist etwas, das für jemanden in some respect or capacity  für etwas anderes steht.  Eco [1973/1977: 31] weist darauf hin: in some respect or capacity  bedeutet, dass das Zeichen nicht die Totalität des Gegenstandes repräsentiert, sondern ihn – vermittels unterschiedlicher Abstraktionen – nur von einem bestimmten Gesichtspunkt aus oder im Hinblick auf einen bestimmten praktischen Zweck vertritt (dies ist ganz genau der Mechanismus der Metapher).

   Zum Beispiel stehen das sprachliche Zeichen "Wasser“ und das chemische Zeichen H2O für denselben Referenten, jedoch in unterschiedlichen respects or capacities.  

   Der Ground - bemerkt Eco [1979/1987: 35] - ist das, was von einem vorgegebenen Objekt unter einem bestimmten Gesichtspunkt wahrgenommen und übermittelt werden kann; insofern stellt der Ground nur eins unter den möglichen Prädikaten des Objekts dar: Der Ofen ist schwarz, der Ofen könnte aber auch als warm, groß, schmutzig oder anders beschrieben werden. Man sieht, wie Peirce die traditionelle Zeichendefinition (etwas steht für etwas anders) erheblich bereichert: es geht nicht um ein mechanisch „für etwas anders Stehen": Das Zeichen ist ein perspektivischer Mechanismus und gerade darin besteht sein Erkenntniswert. (Die Interkulturelle Kommunikation stellt eine herausragende Bestätigung dieser These dar.) Diese Bereicherung ist die Folge der Logik des Satzes, die wir betrachtet haben: es gibt das Objekt (den Referenten) im allgemeinen (alle mögliche Eigenschaften des Ofens, alle mögliche Eigenschaften von Mario) und es gibt das Objekt, so wie das Zeichen es – in bestimmten pragmatischen Situationen, nach bestimmten kognitiven und pragmatischen Zielen – perspektiviert (das Ofen ist schwarz, Mario ist ein Mensch).

 

   Die Realität, das Ding an sich, das Objekt im allgemeinen, nennt Peirce das Dynamische Objekt; dynamisches Objekt, weil die Realität nicht statisch ist, weil es Evolution, Wandlung gibt; und vor allem weil unsere Interpretation dafür sorgt, dass die Realität, besser: die Konstitution der Realität durch die Interpretation der Zeichen (d.h. durch die Bedeutungskonstitution), ein fortdauernder, dynamischer Prozeß ist. Was von diesem Ding durch das Zeichen in irgendeiner Hinsicht (Ground) oder aufgrund irgendeiner Fähigkeit repräsentiert wird, nennt Peirce das Unmittelbare Objekt. Die Bedeutung eines Zeichens ist die Relation, in der dieses Zeichen mit der Realität steht, eben das Unmittelbare Objekt.

 

   Das semiotische Dreieck sollte folgendermaßen aussehen:

 

 

 

 

 

 

 

 Doch: Wie manifestiert sich konkret diese Bedeutung für jemanden? Wie erfaßt man konkret diese Bedeutung? Dabei bereichert Peirce weiter das Dreieck (und die traditionelle Zeichendefinition), indem er den Begriff Interpretant einführt. Die Relation zwischen dem Representamen und dem Dynamischen Objekt – d.h. das Unmittelbare Objekt – kann nur von einem anderen Zeichen, von dem Interpretanten, ‚übersetzt’,  interpretiert, erweitert, bereichert, ‚verlagert’ werden. Ein Zeichen ist kein Zeichen, es sei denn, es läßt sich in ein anderes Zeichen übersetzen, in welchem es weiter entwickelt ist (Peirce). "[The meaning] is, in its primary acceptation, the translation of a sign into another system of signs“ (CP: 4.127), “the meaning of a sign is the sign it has to be translated into” (CP: 4.132). Also: Der  Ground – als Unmittelbares Objekt – konkretisiert sich als Bedeutung erst und nur dank dem Interpretanten, durch den Interpretanten.

 

   Eco [1979/1987: 37-38] weist darauf hin:

 

Das Signifikat ist "in seiner ersten Bedeutung die Übersetzung eines Zeichens in ein anderes Zeichensystem“ (CP 4.127), und das "Signifikat eines Zeichens ist das Zeichen, in das es übersetzt werden muß“ (CP 4.132). Folglich ist die Interpretation durch Interpretanten jener Modus, in welchem der Ground - als Unmittelbares Objekt - sich als Signifikat manifestiert.   [...] Nun - wie verschieden sie auch immer als formaler Gegenstand unterschiedlicher semiotischer Annäherungen und entsprechend von den jeweils diversen Standpunkten aus aufgefaßt werden mögen, so sind doch in Wirklichkeit Ground, Signifikat [Bedeutung] und Interpretant ein und dasselbe, da der Ground niemals anders denn als Signifikat definiert werden könnte und weil es ebenfalls unmöglich wäre, irgendein Signifikat anders als über eine Reihe von Interpretanten zu beschreiben.

 

 

   Wir können also das folgende Dreieck akzeptieren:

 

 

 

 

 

 

 

 Doch stellt der Interpretant keine statische Bedeutung dar: er ist die Interpretation einer (möglichen) Bedeutung, er ist ein anderes Zeichen, sogar ein weiter entwickeltes Zeichen ("perhaps a more developed sign“) und als solches wird er wiederum interpretiert. Die Interpretation wird also weiter Zeichen für weitere Interpretationen, und zwar potentiell ad infinitum. Dies ist die unendliche Semiose, d.h. das Leben der Bedeutung, die Bedeutsamkeit nach Peirce.

 

Ein Zeichen ist irgendein A in einer Relation r zu einem B, seinem Objekt, wobei diese Relation r darin besteht, daß sie geeignet ist, etwas so zu bestimmen, daß es ein anderes C, den Interpretanten des Zeichens, hervorruft, der in der Relation r oder zumindest in einer analogen Relation zu B steht. Also schließt das Zeichen die Idee einer möglichen endlosen Folge von Interpretationen ein. In welcher Relation die gesamte Folge, als ein Ganzes betrachtet, zu dem Objekt B steht, hängt von den Umständen ab. (Peirce [1986: 75])

 

[a Sign is] Anything which determines something else (its interpretant) to refer to an object to which itself refers (its object) in the same way, the interpretant becoming in turn a sign, and so on ad infinitum. (CP: 2.303)

 

   Eben gerade deswegen ist ein Zeichen "etwas, durch dessen Kenntnis wir mehr erfahren“ (CP: 8.332), und gerade deswegen wird "das fait culturel, indem wir es interpretieren, stets zur Manifestation von etwas Neuem“.

 

   Wie bereits erwähnt, betont Eco, dass die Semiotik von Peirce auf einem fundamentalen Prinzip beruht: Ein Zeichen ist etwas, durch dessen Kenntnis wir mehr erfahren. Eco [1990/1992: 427] präzisiert:

 

Mehr erfahren (im Peirceschen Sinn) bedeutet, dass das Zeichen im Übergang von einem Interpretanten zum anderen […] immer genauer bestimmt wird. Im Verlauf der unbegrenzten Semiose nähert die Interpretation sich, wenngleich asymmetrisch, dem endgültigen logischen Interpretanten; und in einem bestimmten Stadium des Interpretationsprozesses hat man eine bessere Kenntnis des Inhalts des Repräsentamens, von dem die Interpretationskette ausgegangen ist.

 

    Das Schema des semiosischen Prozesses könnte folgendermaßen aussehen:

 

 

 

 

 

 

 

 Der Ausgang bleibt immer die Realität, das Dynamische Objekt: Peirce war ein Realist, doch kein naiver, sein Realitäts-Begriff ist sehr umfassend, das Objekt kann auch ein Gedanke, eine Idee, ein Projekt oder etwas sein, das nicht existiert. Das sprachliche Zeichen "Pinocchio“ z.B. steht für eine "mögliche Welt“ (vgl. Eco [1979/1987]) bzw. für eine Auffassung der Erziehung (dies wird besonders deutlich, wenn man einige Verfilmungen des Romans von Collodi analysiert: da erscheint der Dialog über die Erziehung, der zwischen Roman und Verfilmung entsteht); "Medea“ steht für die in dem Theaterstück von Euripides dargestellte "mögliche Welt“, die wiederum für die "mögliche Welt“ des Medea-Mythos steht, die wiederum für den Übergang zu einer patriarchalischen Gesellschaft, oder besser: für den Übergang von einer spätmaternalen zu einer früpatriarchalischen Gesellschaft steht. Peirce [1993: 359] schreibt:

 

[...] impliziert die Wendung "das wirkliche Objekt des Zeichens“ [damit meint Peirce das dynamische Objekt] nicht, dass das Zeichen gänzlich wahrheitsgetreu ist. Das Wort "Hexe“ ist ein Zeichen, das ein "reales Objekt“ in dem Sinne besitzt, in dem diese Wendung verwendet wird, nämlich indem es ein mutmaßlich wirkliches Objekt bedeutet [...]. Es ist in dem Sinne wirklich, in dem ein Traum eine wirkliche Erscheinung für eine Person im Schlaf ist, obgleich es nicht die Erscheinung von Objekten ist, die wirklich sind.

 

   Man merke den Hinweis auf den Traum und man denke an die Traumdeutung von Freud. Das Verfahren von Freud ist echt semiotisch, wobei auch der pragmatische Aspekt der Semiose sich deutlich zeigt. Die Realität (der neurotische Zustand des Patienten) wird durch die Analyse der Zeichen (der Träume) diagnostiziert, erkannt; die Träume, die nach dem naiven Realismus für etwas stehen, das es in der Wirklichkeit nicht gibt, verweisen jedoch auf eine Realität, weil der Patient sie geträumt hat, und weil diese Tatsache, dass der Patient davon geträumt hat, für eine reale psychologische Situation steht; die Interpretanten (d.h. die anderen Zeichen, die 'Übersetzungen’) von Freud zielen auf die Erkenntnis und möglicherweise die Veränderung von dieser psychologischen Situation ab. Von der Diagnose der Zeichen, die für die Realität stehen, zur Prognose, zur Therapie und zur Veränderung der Realität, von der durch das Zeichen repräsentierten Wirklichkeit zur möglichen, durch die Interpretation und dank der Interpretation der Zeichen realisierte Veränderung der Wirklichkeit. Kurz: vom Dynamischen Objekt zum Dynamischen Objekt durch das Zeichen und dessen Interpretation. Diese Doppelbewegung charakterisiert nicht nur die Medizin (für die Schule von Hippokrates war dies ein sehr klares Phänomen) und die Naturwissenschaften, sondern auch die Sozialwissenschaften und im allgemeinen jedes semiotische Verfahren.

 

   In Form des traditionellen semantischen Dreiecks würde das Schema folgendermaßen aussehen:

 

 

 

 

 

 

 

 

AND SO ON AD INFINITUM

 

 

    Wie man sieht, wird das traditionelle Dreieck durch das Peircesche Zeichenmodell völlig durcheinander gebracht: es wird dynamisiert und gleichzeitig relativiert. Die Kultur als Fragment, als Möglichkeit, sowie das Leben der Bedeutung, die Stufen der Bedeutsamkeit erscheinen hierbei glasklar.

   

   Das "some respect or capacity“, steht in enger Beziehung und Verbindung mit den kognitiven, pragmatischen und dynamischen Aspekten der Semiose. Wenn ein Raucher z.B. heute in einem öffentlichen Lokal einen Aschenbecher sieht, könnte er sagen: "Das ist aber ein Zeichen für Toleranz“. In Wirklichkeit ist ein Aschenbecher ein Behältnis zu dem Zweck, die Asche der Zigaretten aufzunehmen. Wenn wir also diesen Gegenstand semiotisieren, als Kulturtatsache und zwar notwendigerweise als Zeichen betrachten, dann ist seine erste Bedeutung (Peirce würde sagen: der Unmittelbare Interpretant, "the Interpretant represented or signified in the Sign“, CP: 8.343): "Bitte die Asche nicht auf den Boden fallen lassen, sondern hierher deponieren! Ich bin da!“ Der Punkt ist aber: Wie wirkt dieses Zeichen in einer bestimmten pragmatischen Situation auf einen bestimmten Menschen (Peirce würde sagen: was ist der Dynamische Interpretant, "or effect actually produced on the mind by the Sign“, CP: 8.343)? Ein Raucher könnte den Aschenbecher als Zeichen für Toleranz betrachten, ein Nicht-Raucher als Zeichen für Intoleranz, als Zeichen dafür, dass er in diesem Lokal gezwungen ist, passiv und gegen seinen Willen zu rauchen. Es handelt sich also um zwei unterschiedliche Dynamische Interpretanten, d.h.: Ein Gegenstand wird zum Zeichenträger und kann wenigstens in zwei verschiedenen, dynamischen respects or capacities interpretiert werden. Man kann sich vorstellen, wie wichtig diese Problematik in der Interkulturalität ist: Die Verschiedenheit der respects or capacities ist tatsächlich der Hauptmechanismus der Fremderfahrung und der interkulturellen Kommunikation. Das ist aber noch nicht alles. Der Raucher wird sich wahrscheinlich dafür entscheiden, in das Lokal wiederzukommen; der Nicht-Raucher wird beschließen, das Lokal auf der Stelle zu verlassen und es nie wieder zu betreten. Diese Gewohnheit bzw. Gewohnheitsveränderung (Peirce sagt: habit, habit-change) ist der letzte (in Wirklichkeit immer vorläufige) Interpretant, der Logische oder Finale Interpretant des Zeichens. Dies hängt mit dem Pragmatismus von Peirce zusammen, mit der Auffassung nämlich, dass die ganze Funktion des Denkens die ist, Gewohnheiten des Handelns zu erzeugen, dass wir, um die Bedeutung eines Zeichens zu entfalten, bestimmen müssen, welche Gewohnheiten es erzeugt, denn was etwas bedeutet, ist einfach, welche Gewohnheiten es einschließt (vgl. CP: 5.400-402). Die Erkenntnis ist also durch ihre praktischen Wirkungen bestimmt. Es handelt sich um einen sehr wichtigen Punkt, weil die semiotische Forschung sich hierbei mit der soziologischen und historischen Forschung verbindet und ergänzt. Denn: Gewohnheiten und Gewohnheitsveränderungen eines Menschen sind nicht isoliert, sie stehen in enger Verbindung mit den Gewohnheiten und den Gewohnheitsveränderungen, mit den kulturellen Standardisierungen einer Gesellschaft. Heute könnte die Anwesenheit des Aschenbechers bedeuten: „Man darf rauchen“, nicht etwa vor dreißig Jahren, als es selbstverständlich war, dass man überall rauchen durfte. Heute hat sich die kulturelle Haltung dem Rauchen gegenüber völlig geändert. Dies bedeutet: Der Finale Interpretant des Zeichens „Rauchen” hat sich geändert und bestimmte Handlungen (Gesetzte) als Folge gehabt. Deswegen meint der Raucher, der Aschenbecher sei ein Zeichen der Toleranz, selbstverständlich nach seiner Auffassung der Toleranz: es geht immer, wie man sieht, um Perspektivierungen.

 

    Die Peircesche Theorie ermöglicht u.a. Aspekte der Philosophie Cassirers zu präzisieren bzw. zu reformulieren und somit sie "an logischer und kategorialer Stringenz“ gewinnen zu lassen (vgl. Paetzold [1994]). Es geht nicht um rein Terminologisches, etwa: Interpretant statt symbolischer Form, sondern um ein Modell, das ermöglicht, die semantische Ebene und die pragmatische Ebene der Semiose, und also Erkenntnistheorie und Handlungstheorie zu verbinden und einheitlich zu betrachten ("Da indessen bei Cassirer der Zusammenhang von transzendental-philosophischer Symboltheorie und Handlungstheorie systematisch allzu dunkel bleibt, muß der von Charles Sanders Peirce entwickelte Pragmatismus ins Spiel kommen“, so Paetzold, ivi: 76). 

 

 

Semiotische Aspekte der Etymologie und der Semantik (kurze Anmerkung)

 

   Die strukturalistische oder semiologische Semiotik vertritt die These, dass die Bedeutung ein Wert ist, der aus einem System von Oppositionen (von Differenzen) entsteht. Dabei ist der Beziehungspunkt Ferdinand de Saussure und sein "erstes Prinzip der Natur des sprachlichen Zeichens“: Das linguistische Zeichen ist arbiträr, wobei "arbiträr“ nicht willkürlich, sondern unmotiviert bedeutet, so dass eben die Bedeutung nur in einem sozial anerkannten System von Oppositionen zu suchen ist. Der Begriff der Opposition, der Differenz behält auf jeden Fall seine Gültigkeit, doch ist diese Problematik nicht so einfach. Zum Beispiel: in welcher Opposition befindet sich das sprachliche Zeichen "Demokratie“? Demokratie vs. Aristokratie? Demokratie vs. Totalitarismus? Demokratie vs. Diktatur? Außerdem: in welchem Verhältnis stehen die sprachlichen Zeichen "Demokratie“ und "Freiheit“? Stehen sie in Opposition oder nicht? Der Punkt ist, dass Saussure grundsätzlich die synchrone Ebene der Sprache betrachtet. Die Semiotik muss aber auch die diachronische Ebene und die kulturellen Motivationen der sprachlichen Zeichen berücksichtigen, wobei die philosophische und pragmatische Semiotik von Peirce die Hauptrolle spielt, weil sie gerade die zeitliche Dimension der Semiose hervorhebt.   

   Betrachten wir ein sehr einfaches Beispiel: das sprachliche Zeichen "Rivale“. Es handelt sich um ein lateinisches Wort. Doch wenn ein alter Römer gehört hätte, dass zwei Männer im Lateinischen: rivales sind, weil sie dieselbe Frau lieben, oder dass zwei Menschen rivales sind, weil sie sich für dieselbe Arbeitsstelle beworben haben, dann hätte er sich gefragt, was eine Frau oder eine Arbeitsstelle mit einem Bach, mit dem Ufer und mit dem Wasser eines Bachs zu tun haben könnten. Denn "Rivale“ besteht aus dem Substantiv "rivus“ und dem Suffix "ale“; "rivus“ bedeutet "Bach“, das Suffix "ale“ drückt die Idee des Genitivs aus (wie "tike“ im Griechischen, vgl. semeiotike = des Zeichens). Immer noch wird heute im Italienischen z.B. gesagt: potere decisionale, "potere“ bedeutet "Macht“, "decisionale“ besteht aus "decisione“ (Entscheidung) und "ale“. Also: "potere decisionale“ bedeutet "Entscheidungsmacht“. "Rivale“ bedeutete ursprünglich: "(Mensch oder Mann) des Bachs“, d.h. "Mensch, der das andere Ufer eines Bachs besitzt“. Titius besitzt ein Stück Land, Caius ein anderes Stück Land, zwischen den beiden Stücken fließt ein Bach: Titius ist Rivale von Caius, weil er ein Ufer (das andere Ufer aus der Perspektive von Caius) des Bachs besitzt, und das gilt auch für Caius. In diesem Sinn sind Titius und Caius rivales. Wegen des Wassers aber entstehen oft Probleme zwischen Titius und Caius, da das Wasser eines Bachs nicht viel ist, und jeder von beiden es für sein Land braucht und das Recht (das römische Recht!) dazu hat, weil er ein Ufer des Bachs besitzt. So werden die zwei rivales zu zwei Menschen, die – gerade weil sie rivales sind, d.h. weil sie ein Ufer des Bachs besitzen – Streit haben. Also: die zwei rivales sind zwei Menschen, zwei Bauern, die oft Streit wegen des Wassers eines Bachs haben.

   Nun da diese Situation, diese Angelegenheit, in einer ländlichen Kultur üblich, ja typisch, paradigmatisch, emblematisch ist, dann ist es so passiert, dass die zwei Menschen (die Klasse der Menschen), die wegen des Wassers Streit haben, Stellvertreter für eine ganze (umfassende) Klasse von Menschen geworden sind, die aus irgendwelchen Gründen – egal welchen – Streit, Rivalität haben.

 

   Was zeigt uns dieses Beispiel?

 

1. Das sprachliche Zeichen "Rivale“ steht für den Referenten in some respect or capacity. Die Etymologie – semiotisch gesehen – versucht, das respect bzw. die capacity, d.h. den Ground festzustellen, den ein Wort ursprünglich fokussiert hat.

 

2. Die Semiose ist durch Dynamik geprägt, durch eine Kette von Interpretanten: "Rivale“ steht für einen Menschen des Bachs, für den Streit zwischen zwei Menschen des Bachs wegen dessen Wassers, für die Rolle dieses Streits in einer ländlichen Kultur und folglich für die Erweiterung der Gründe des Streits.

 

 [...] die Kultur übersetzt ständig Zeichen in andere Zeichen, Definitionen in andere Definitionen [...]; sie offeriert ihren Angehörigen damit eine ununterbrochene Kette kultureller Einheiten, indem sie weitere kulturelle Einheiten bildet und so die vorigen übersetzt und erklärt. (Eco [1976/1991: 105])

 

   Nicht nur übersetzt und erklärt, sondern auch erweitert, in Krise stellt, manipuliertmodifiziert. Diese Dynamik gilt auch für die semiotischen und philosophischen Begriffe. Hierbei verbindet sich eine semiotisch geprägte Etymologie-Forschung mit der Historischen Semantik.

 

3. Mit Bezug u.a. auf Ernst Cassirer und Massimo Bonfantini hat Eco [1985/1988: 327] (dieser Text fehlt allerdings in der deutschen Übersetzung) eine semiotische Unterscheidung zwischen Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften vorgeschlagen. Die Naturwissenschaften sind Interpretationen von Daten, oder Interpretationen ersten Grades; die Kulturwissenschaften sind Interpretationen von Interpretationen, oder Interpretationen zweiten Grades. Die Kulturwissenschaften benutzen Modelle, die nicht für Naturphänomene stehen, sondern für Phänomene, die bereits eine Interpretation der Realität darstellen. Wenn z.B. die Anthropologie die Verwandtschaftssysteme untersucht, wenn die Linguistik die syntaktischen Regeln einer Sprache untersucht, so erklären sie die Art und Weise, wie die einer gewissen Gruppe zugehörigen Menschen nach bestimmten Gewohnheiten handeln. Das Zeichen "Rivale“ ist ein einfaches Beispiel dafür: dieses Zeichen stellt bereits eine Interpretation, einen Interpretanten dar, es modelliert einen bestimmten Aspekt einer bestimmten Kultur und die kulturelle Dynamik, die daraus hervorgegangen ist. Wenn wir also das Zeichen "Rivale“ interpretieren, betreiben wir eine Interpretation zweiten Grades (Interpretation von Interpretation). 

 

 

 

 

 

 

(1) CP = Collected Papers of Charles S. Peirce; Band 8, Parapgraph 332.

 

  

 

Eco, Umberto

[1973/1977] Il segno. Isedi, Milano. Deutsche Übersetzung: Zeichen. Einführung in einen Begriff und seine Geschichte. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977.

[1976/1991] A Theory of Semiotics. Indiana University Press, Bloomington und Macmillan, London. Deutsche Übersetzung: Semiotik. Entwurf einer Theorie der Zeichen. Fink, München, erste Auflage: 1987; zweite, korrigierte Auflage: 1991.

[1979/1987] Lector in fabula. La cooperazione interpretativa nei testi narrativi. Bompiani, Milano. Deutsche Übersetzung: Lector in fabula. Die Mitarbeit der Interpretation in erzählenden Texten. Hanser, München-Wien 1987.

[1985/1988] Sugli specchi e altri saggi. Bompiani, Milano. Deutsche Übersetzung (Auswahl): Über Spiegel und andere Phänomene. Hanser, München-Wien 1988.

[1990/1992] I limiti dell'interpretazione. Bompiani, Milano. Deutsche Übersetzung: Die Grenzen der Interpretation. Hanser, München-Wien 1992.

[1997/2000] Kant e l'ornitorinco. Bompiani, Milano. Deutsche Übersetzung: Kant und das Schnabeltier. Hanser, München-Wien 2000.

 

Konersmann, Ralf

[2003] Kulturphilosophie zur Einführung. Junius, Hamburg.

 

Nöth, Winfried

[2000] Handbuch der Semiotik. Metzler, Stuttgart-Weimar.

 

Paetzold, Heinz

[1994] Die Realität der symbolischen Formen, Darmstadt,

 

Peirce, Charles S.

[1931-1958] Collected Papers of Charles Sanders Peirce. Volumes I-VI, Edited by Charles Hartshorne and Paul Weiss, Harvard University Press, Cambridge, Mass. 1931-1935; Volumes VII-VIII, Edited by Arthur W. Burks, Harvard University Press, Cambridge, Mass. 1958.

[1986-1993] Semiotische Schriften, Herausgegeben und übersetzt von Christian Kloesel und Helmut Pape, Suhrkamp, Frankfurt am Main, Band 1: 1986, Band 2: 1990, Band 3: 1993.

 

Walther, Elisabeth
[1979] Allgemeine Zeichenlehre. Einführung in die Grundlagen der Semiotik. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart.
[1983] „Die Relevanz der Bedeutungsbegriffe von Victoria Welby und Charles S. Peirce für die heutige Semiotik“. In: Semiosis, 4, 1983, S. 54-64.